Tipps und Tricks für Piccolo – Teil 2 Ansatz

Im letzten Blogbeitrag habe ich dir bereits eine meiner Lieblingsübungen für die Piccolo für den Bereich Intonation vorgestellt. Heute möchte ich dir einen Tipp für deinen Ansatz auf der Piccoloflöte geben. Dazu stelle ich dir eine Übung vor, die dir hilft mit einem lockeren und flexiblen Ansatz zu spielen, so dass du eine sichere Ansprache der Töne erreichst. Gerade bei der Piccolo wird der Flötenansatz gerne fest und starr und dadurch trifft man die Töne gerne mal nicht. Diese Übung für eine bessere Tonansprache auf der Piccolo findest du als kostenlosen Download in meiner Freebie-Bibliothek. Du kannst die Übungen natürlich genauso gut auch mit der Querflöte spielen! Ich nutze sie aber am liebsten für die Piccolo.

Piccolo Ansatz Tipps Piccoloflöte

Der Ansatz auf der Piccoloflöte

Ich bezeichne die Piccolo gerne als “gnadenloses Vergrößerungsglas“. Warum? Die Problemecken, die wir auf der großen Flöte haben, haben wir auch auf der Piccoloflöte – nur SEHR viel ausgeprägter. So als ob wir eine große Lupe auf unser Querflötenspiel halten 🙂

Eine Problemecke, die häufig Schwierigkeiten macht, ist die Tonansprache. Wir haben Angst, dass ein Ton nicht kommt und spielen deshalb etwas lauter, machen den Ansatz auf der Piccoloflöte ein bisschen fester und den Luftstrom ein klein wenig härter. Das kennen wir schon von der „normalen“ Querflöte und wir wissen, dass das dem Klang und auch der Intonation wenig zuträglich ist. Und seien wir mal ehrlich, es ist auch anstrengender und fühlt sich unbequem an.

Tonbindungen für einen flexiblen Piccolo-Ansatz

Wie kommt man da jetzt raus? Versuche dich mal mit Tonbindungen zu beschäftigen. Dieser Tipp hilft dir dabei ein gutes Gefühl für dein Instrument zu entwickeln und gleichzeitig flexibel im Ansatz auf der Piccoloflöte zu bleiben. Flexibilität ist gerade bei der Piccolo sehr wichtig, da die einzelnen Töne mehr „Nachjustierung“ vom Ansatz bedürfen als auf der großen Flöte um jeweils rund und schön zu klingen.

Einen Flyer mit entsprechenden Übungen findest du im Downloadbereich für 0€.

Versuche beim Erarbeiten der Übung zu erspüren, wo die Töne auf deiner Piccolo (oder auch großen Flöte) „zuhause sind“. Dieses Bild des „zuhause seins“ benutze ich gerne. Ich meine damit den Moment, wo dein Instrument so richtig schön klingt und du kaum etwas dazu tun musst. Du fühlst dich dabei entspannt und die Flöte schwingt auf eine ganz angenehme Art und Weise in deiner Hand. Wenn du einmal diesen klanglichen „Sweet Spot“ gefunden hast, möchtest du nie wieder anders spielen 🙂 Nach diesem Gefühl kann man quasi süchtig werden.

Die Töne einer Bindung werden u.U. nicht mit derselben Ansatzstellung in ihrem jeweiligen Sweet Spot liegen. Dann musst du versuchen die beiden Ansatzstellungen so weich wie möglich ineinander übergehen zu lassen, so dass kein klanglicher Bruch entsteht.

Erarbeite die Übung in verschiedenen Dynamikstufen – nicht nur in der mf-Komfortzone bleiben 😉 und am besten direkt mit einem Auge auf dem Stimmgerät 😉

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Übung! Bei Fragen kannst du mir gerne schreiben, ich freue mich von dir zu hören.

Zum kompletten Thema Piccoloflöte habe ich den Workshop „Piccolo Bootcamp“ inkl. Übeskript erstellt. In ca. 90 Minuten stelle ich darin weitere Übungen für Piccoloflöte vor. Solltest du Interesse daran haben und das Thema mit weiteren Flötisten vertiefen wollen, nimm gerne Kontakt zu mir auf.

Vielleicht wäre aber auch ein kurzer Intensivkurs mit der Piccoloflöte etwas für dich?

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